4

Afterdark: Eine Nacht, zwei Schwestern [Buchreview]

Afterdark von Haruki Murakami war tatsächlich das erste seiner Bücher, welches ich gelesen habe. Da das nun auch schon wieder zehn Jahre her ist, habe ich die Gelegenheit ergriffen und es noch einmal gelesen. Dieses mal etwas reifer und nachdem ich all seine anderen Romane und Erzählungen verschlungen habe.

Haruki Murakamis Roman Afterdark von 2005.

In seinem Roman beschreibt Murakami eine Nacht in Tokyo. Dabei wechselt die Handlung zwischen Mari, die die Nacht unbedingt weit weg von ihrem Elternhaus verbringen möchte und seit Monaten nicht mehr richtig schlafen kann, und Eri, ihrer Schwester, die seit zwei Monaten durchgehend zu schlafen scheint.

Perspektivisch begleitet man die beiden Schwestern als stummer Beobachter, der immer wieder beschreibt, was wir sehen und wie sich die Atmosphäre anfühlt. Es ist dabei Eri, die zwar zu schlafen scheint, aber in Wirklichkeit in sonderbare Ereignisse verstrickt ist. Mari hingegen möchte eigentlich nur in ruhe ein Buch lesen und wartet darauf, dass die Nacht endet. Stattdessen trift sie immer wieder auf einen Bekannten, der sie dazu bringt mehr über sich preis zu geben und so nach und nach aufdeckt, was mit ihrer Schwester los ist.

Daran angelehnt wird man Zeuge von verschiedenen Ereignissen, die innerhalb dieser einen Nacht passieren und die auf verschiedene Arten Mari und Eri beeinflussen.

Eine Erzählung wie ein Drehbuch

Als ich Afterdark das erste Mal kurz nach seiner Erscheinung (2005) gelesen habe, fand ich es besonders spannend wie Murakami die Atmosphäre beschreibt. Man kann sich sehr gut vorstellen wie die Welt von Mari aussieht und sich anfühlt, ohne jemals selber in Tokyo gewesen zu sein. Beim zweiten Lesen hat sich dieser Eindruck zwar bestätigt, noch faszinierender hingegen fand ich wie sehr sich der Schreibstil dieses Buches von den anderen Murakamis unterscheidet. Während seine anderen Romane von sehr ausgewählten, feinen Erzählungen und Beschreibungen leben, wirkt der Text zwischen den Dialogen fast schon wie ein Drehbuch. Er beschreibt die Atmosphäre mit so wenigen Worten wie möglich und geht dann dazu über möglichst viele Dialoge einzubauen. Wer schon einmal etwas von Murakami gelesen hat weiß, dass seine Dialoge schnell zu einem Art Monolog werden können, indem Erzählungen stattfinden und die oft seitenlang sein können. Hier hingegen finden tatsächliche Gespräche statt. Fragen werden sofort beantwortet und geben dem Roman somit eine ganz eigene Dynamik.

Gerade dadurch, dass sich der Text mehr wie ein Drehbuch anfühlt, ist es ein sehr kurzweiliger Roman, den man innerhalb kürzester Zeit verschlingen kann. Und auch wenn sich der Text so anfühlt, als hätte Murakami versucht mit Sprache zu experimentieren, so bleibt er doch seinen Motiven treu: Zwei parallele Erzählungen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben scheinen, etwas Übersinnliches und viele psychologische Analysen innerhalb von scheinbar vollkommen unbedeutenden Unterhaltungen.

Ein guter Einstieg

Häufig höre ich, dass sich Menschen mit Murakamis Romanen irgendwie schwer tun. Dies mag daran liegen, dass sie fast schon ‚klinisch‘ perfekt formuliert sind und diese in Kombination mit den etwas sonderbaren Motiven für viele eine Überforderung darstellen. Um jedoch einen Zugang zu seinem Werk zu finden, eignet sich Afterdark wie keines seiner anderen Werke. Es ist ein spannender Roman, der mit seinen gut 300 Seiten schnell zu lesen ist. Die vielen Dialoge und präzisen Beschreibungen ermöglichen einen leichten sprachlichen Zugang. Außerdem wird man in Murakamis Motive eingeführt und kann sich somit langsam an sein Werk herantasten.

Doch auch als einzelner Roman, außerhalb von Murakamis Kanon, ist dies eins ehr guter Roman, der den Leser in eine turbulente tokyoter Nacht verschlägt und ihn, wie auch die Protagonistin Mari, immer wieder aufs neue mit diversen Ereignissen überrascht.

1

Nerdschmuck-Gewinnspiel mit Selfesteem

Huch, genau heute vor zehn Jahren habe ich den ersten lächerlichen Blogeintrag auf diesem Blog veröffentlicht. Und weil dieser Blog ohne euch schon lange nicht mehr bestehen würde, könnt ihr zur Feier des Tages nicht nur heute, sondern in nächster Zeit häufiger etwas gewinnen!

Los geht es heute mit zwei Sets von Selfesteem, dem Onlineshop für nerdigen und niedlichen Schmuck.

Set eins besteht aus Harry Potter-Ohrringen, einen Häschenohren-Haarband und einer Bärchenkette.

In Set eins findet ihr die niedliche Bärchenkette, Heiligtümer des Todes-Ohrringe und ein Häschenohren-Haarband.

Set 2 besteht aus einer Kette mit Tibetmünze, einem Häschenohren-Haarband und einer Kette mit Wetterpüppchen.

Set zwei besteht aus einer Kette mit Tibetmünze, einer Kette mit Wetterpüppchen und ebenfalls ein Häschenohren-Haarband.

Was muss man tun um eines der Sets zu gewinnen?

Schickt mir eine E-Mail an kontakt0wonderland@gmail.com oder hinterlasst einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Zusätzliche Tickets für den Lostopf bekommt ihr für Folgendes:

  • Weist in Socialen Netzwerken auf das Gewinnspiel mit #chochiinwonderland10 hin
  • Liked meinen Blog bei WordPress, Instagram (@chochi_rain) oder Twitter (@chochi_rain)
  • Liked Selfesteem bei Facebook oder Twitter

Damit ich keines eurer Tickets übersehe, schreibt am Besten in der Mail oder dem Kommentar wo ihr das Gewinnspiel geteilt habt. Am 28. Mai findet die Auslosung statt. Viel Glück.

Leider ist die Teilnahme nur aus Deutschland möglich. :/

0

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki: Vom Unterschied zwischen Außen- und Innenwahrnehmung [Review]

Haruki Murakami ist ein begnadeter Autor, der von Kritikern seit Jahren als potenzieller Nobelpreisgewinner gehandelt wird. Wie bei vielen Autoren seines Kalibers stößt man bei Rezensionen schnell auf Extreme. Die Leser liebe oder hassen seine Werke. Die kafkaesken Erzählungen und absonderlichen Ereignisse, die seinen Protagonisten immer wieder passieren sind eben nicht jedermanns Sache.

Ich muss zugeben, dass ich eigentlich immer auf der Seite seiner Bewunderer stand. Die Art wie er psychologische Debatten in fantastische Geschichten goss, hat mich von Anfang an begeistert. Bis zu 1Q84, dass mir so gar nicht gefiel und welches ich sogar mittendrin abgebrochen habe, weil ihm die Leichtigkeit, die Murakamis Werken inne wohnt, vollkommen fehlte. Die Worte waren sperrig und es gab zu Beginn direkt zu viele verschrobene Handlungsstränge, die nicht so recht zusammenpassen wollte – nicht etwa wie bei Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt.

Entsprechend kritisch stand ich also seinem neusten Roman Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki gegenüber. Vielleicht war Murakamis Stimmfarbe für immer erloschen, so wie auch Herr Tazaki mit seiner Farblosigkeit kämpfen muss.

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Eine Reise in die Vergangenheit

Tsukuru Tazaki führt mehr oder weniger ein relativ unspektakuläres Leben. Mit seinen 36 Jahren arbeitet er als Ingenieur und entwirft Bahnhöfe. Zwar ist er nicht verheiratet, doch gerade hat er die Frau gefunden, mit der er sich vorstellen kann sesshaft zu werden: Sara. Doch während zunächst alles gut zu laufen scheint, bemerkt Sara immer wieder, dass ihm etwas auf der Seele brennt.

Tazaki ist sofort klar, was sie meint, schließlich weiß er immer noch nicht, weshalb seine besten Freunde vor 16 Jahren plötzlich ohne jede Begründung jeglichen Kontakt zu ihm eingestellt haben. Und so beginnt ein Ausflug in seine Vergangenheit, bei der er feststellen muss, dass seine Innenwahrnehmung nicht immer dem entsprechen muss, was andere Menschen über ihn denken und manche Situationen komplizierter sein können, als sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.

Eine Handlung viele Erzählungen

Der Roman wird von Tsukuru selber erzählt, der seiner Freundin von seiner Schulzeit, seinen vier besten Freunden und seiner Universitätszeit berichtet. Dabei springt er zwischen reinen Berichten und Erzählungen, die er teilweise von seinen Freunden gehört oder die ihm selber widerfahren sind.

So beginnt Murakami viele Erzählungen mit einer Handlung zu verknüpfen, die für sich gesehen spannend und mysteriös sind, und immer wieder ohne richtige Aufklärung bleiben. Da ist zum Beispiel die Geschichte des Pianospielers, der angeblich unter einem Fluch leidet und dann genauso unerwartet verschwindet wie er aufgetaucht ist. Oder die sonderbareren Erlebnisse mit seinem besten Freund Haida, die eventuell nur ein Traum oder Wirklichkeit sind.

Über allem schwebt jedoch immer die Frage, weshalb Tsukurus farbenfrohe Freunde, den jeder von ihnen hat in seinem Namen ein Zeichen für eine Farbe verborgen, nicht mehr mit ihm sprechen wollten. Sind sie seiner überdrüssig geworden? Hat er sie beleidigt? Wollten seine Freunde lediglich Pärchen bilden und er war das fünfte Rad am Wagen? Die Suche nach diesem letzten Mysterium seines Lebens zieht sich als großer roter Faden durch das Buch und verbindet die einzelnen Ereignisse und Erzählungen zu einer stringenten Handlung.

Im Grunde ist diese Technik für Murakami nichts neues. In Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt werden zwei unterschiedliche Welten, zwei Protagonisten und zwei Abenteuer geschildert, die sich nach und nach annähern und verschmelzen. Auch in Kafka am Strand schwangt die Geschichte zwischen Kafka und Saturo hin und her.

In Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki bleibt es beim gleichen Protagonisten, aber die Geschichten stammen aus diversen Zeitabschnitten und fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen.

Ein farbloser Roman?

Während ich mit 1Q84 einige Probleme hatte, weil es zu viele Handlungsstränge aufgriff, handelt es sich bei Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki um einen sehr reduzierten Roman. Dies mag zu einen an seiner Länge liegen – mit 320 Seiten ist es deutlich kürzer als 1Q84, dessen drei Romane jeweils gut 500 Seiten lang sind. Zum anderen verzichtet Murakami auf zu viele Parallelentwicklungen und erzählt einen sehr lediglich eine Handlung, die mit diversen Erzählungen angereichert wurde. Dadurch kann man ihr leichter folgen, sie verliert jedoch etwas an dem Charm, den Murakamis Werke ansonsten ausstrahlen.

Auch die fantastischen Ereignisse finden wenn dann nur in Träumen und Erzählungen statt. Während in einigen anderen seiner Romanen tatsächlich sonderbare Dinge passieren, bleibt es hier der Fantasie der Leser überlassen darüber zu urteilen ob die Geschichten wahr oder eben nur genau das, Geschichten, sind und bleiben.

Nichts desto trotz ist dieses wieder einmal ein Werk Murakamis, welches mich von Anfang an abgeholt und begeistert hat. Tsukuru ist eine gute Erzählstimme, die mal an sich selbst zweifelt und kurz darauf entdeckt, dass nicht alle seine Zweifel wirklich dem entsprechen, wie andere Menschen ihn wahrnehmen. Dieses Spiel zwischen Innen- und Außenwahrnehmung verleit diesem Roman eine Besonderheit, die einen sehr guten von einem guten Roman abheben.

Für 11€ könnt ihr den Roman übrigens bei Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki bei Amazon kaufen.

0

Noch mehr Buchwünsche: Hübsche Cover [SaSo]

Viele hübsche Buchcover: Shadow and Bone, Wildwood, The Last boy and girl in the world, The princess and the pony, Geschichten für einen Augenblick, When we collide

Jaja man soll Bücher nicht nach ihrem Cover bewerten, aber diese sechs Bücher würde ich ohne zu zögern direkt im laden mitnehmen, einfach, weil sie hübsch oder interessant aussehen. Ein Blick hinter den Einband verrät jedoch oft auch, dass das Buch mehr kann als nur gut auszusehen. Deshalb sind diese sechs Romane auf meiner Leseliste gelandet.

Shadow and Bone [Reihe]

Shadow and Bone, Band eins der Grisha-Trilogie, welches zu Deutsch Goldene Flammen heißt, hätte ich mir ohne zu zögern in der englischen Fassung gekauft. Das Cover sieht mysteriös aus und verspricht eine märchenhafte Geschichte. Der Deutsche Klappentext lautet wie folgt:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Unscheinbar und still lebt sie im Schatten ihres Kindheitsfreunds Maljen, dem erfolgreichen Fährtenleser und Frauenschwarm. Keiner darf wissen, dass sie heimlich in ihn verliebt ist, am allerwenigsten er selbst. Erst als sie ihm bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich Alinas Dasein auf einen Schlag. Man munkelt, sie hätte übermenschliche Kräfte, und nicht zuletzt der Zar selbst wird nun auf sie aufmerksam… (siehe Amazon)

Sowohl das deutsche Cover, als auch die etwas komische Zusammenfassung, könnten mich tatsächlich davon abhalten das Buch zu kaufen. Wie gut, dass mir das Internet bereits verraten hat, dass es sich um eine sehr gute Buchreihe handelt.

Wildwood [Reihe]

Auch bei Wildwood handelt es sich um eine Reihe dessen Coverdesign mir sehr gefällt. Es erinnert an Wo die Wilden Kerle wohnen und sieht aus, als würde es sich um eine gute Abenteuergeschichte handeln. Der deutsche Klappentext dazu lautet:

Das Leben der zwölfjährigen Prue verläuft völlig normal. Zumindest bis ihr geliebter kleiner Bruder Mac eines Tages von einer Schar Krähen in die Lüfte gehoben und in die Undurchdringliche Wildnis verschleppt wird, ein großes und dicht bewachsenes Waldgebiet am Rande von Portland. Um ihren Bruder zu retten, überschreitet Prue die Grenzen des Waldes und entdeckt eine unglaubliche Welt … Colin Meloy ist mit seinem Debütroman ein zauberhaftes Leseerlebnis für Jung und Alt gelungen. (siehe Amazon)

In diesem Fall bin ich zwar auch nicht zu hundert Prozent von dem Klappentext überzeugt, aber ein guter Abenteuerroman ist immer wieder eine gute Sache um sich die Zeit – zum Beispiel bei einem entspannten Strandurlaub – zu vertreiben

The Last Boy and Girl in the World

Ist erst dieses Jahr erschienen und hat somit noch keine deutsche Übersetzung. Das Cover ist sehr grafisch und einfach gehalten, besitzt jedoch gleichzeitig auch eine gewisse Tiefe. Der Inhalt lässt sich etwa so zusammenfassen: Während das Örtchen Aberdeen von einem Sturm bedroht wird und die Erwachsenen beschließen ihre Habseligkeiten in Kisten zu verpacken und zu fliehen, wollen die Jugendlichen Aberdeens jeden letzten Moment, den sie noch in ihrer Heimat verbringen können, nutzen, als wäre es der letzte, der ihnen auf der Welt bleibt. Für Keeley bedeutet dies ihren Mut zusammenzunehmen und endlich dem Jungen ihre Liebe zu gestehen, in den sie seit Ewigkeiten verliebt ist.

Klingt vielleicht etwas kitschig, könnte jedoch eine sehr spannende Coming of Age-Geschichte in einem etwas absurden Szenario sein.

The Princess and the Pony

The Princess and the Pony ist ein etwas anderes Bilderbuch, welches sich fast schon eher an Erwachsene, als an Kinder richtet. Es erzählt die Geschichte einer Prinzessin, die unbedingt ein Pferd haben möchte und stattdessen mit einem tollpatschigen, fetten Pony auskommen muss.

Das Buch sieht sehr niedlich aus und die Geschichte ist knuffig. Irgendwie stehe ich auf absurde Bilderbücher. Leider gibt es auch von diesem Buch noch keine Deutsche Fassung.

Geschichten für einen Augenblick

Das Cover dieses Buches verrät so gut wie nichts über dessen Inhalt und gleichzeitig sehr viel, wenn man einmal den Klappentext gelesen hat. Im ersten Moment dachte ich, dass es sich um eine Sammlung mysteriöser oder märchenhafter Erzählungen handeln könnte.

»Hallo! Ich heiße Nao, und ich bin ein Zeitwesen. Weißt du, was ein Zeitwesen ist? Wenn du einen Moment hast, erzähl ich es dir.« So beginnt das Tagebuch des japanischen Teenagers Nao, das eines Tages am Strand einer kanadischen Pazifikinsel angespült wird. Nao schreibt von Einsamkeit und Mobbing, vom depressiven Vater, von ihrer schillernden Urgroßmutter Jiko und den Geheimnissen des Zen. Die Autorin Ruth, die das Tagebuch gefunden hat, ist bald wie gebannt von Naos Notizen und beginnt zugleich um ihr Leben zu fürchten – hat Nao letztlich Selbstmord begangen? Ist sie im Tsunami gestorben? Die Suche nach Antworten gerät für Ruth zu einer magischen Reise durch die Gegenwart, die am Ende auch den Blick auf ihr eigenes Leben verwandelt. (siehe Amazon)

Auch so finde ich den Klappentext sehr einladen und werde das Buch wohl bald lesen.

When we Collide

Hat wohl das am wenigsten auffälliste Cover dieser Sammlung, wurde jedoch in letzter Zeit so häufig von Bloggern und Bookstagram-Instagramern geteilt, dass ich um dieses Cover gar nicht mehr herumzukommen scheine. Meine Aufmerksamkeit hat es also eher durch eine Art Dauerpräsenz auf sich gezogen. Auch dieses Buch hat noch keine Deutsche Fassung, da es erst 2016 erschienen ist. Deswegen bekommt ihr einfach mal den Englischen Klappentext:

Seventeen year old Jonah Daniels has lived in Verona Cove, California, his whole life, and only one thing has ever changed: his father used to be alive, and now he’s not. Now Jonah must numbly take care of his family as they reel from their tragedy. Cue next change: Vivi Alexander, new girl in town. Vivi is in love with life. A gorgeous and unfiltered hurricane of thoughts and feelings. She seems like she’s from another planet as she transforms Jonah’s family and changes his life. But there are always consequences when worlds collide …A fierce and beautiful love story with a difference, When We Collided will thrill fans of All the Bright Places and I’ll Give You the Sun. (siehe Amazon)

Die Handlung könnte etwas kitschig oder sehr gut sein. Bei tragischen Geschichten ist es leider nie besonders einfach dies vorher vorherzusagen. Da das Buch wirklich sehr gute Kritiken bekommen hat, gebe ich ihm jedoch gerne eine Chance.

0

Quick DIY: Aus hässlichen Balkonkästen mache coole

Balkonkastenverzierung mit Etikettenprägegerät

Endlich, endlich, endlich habe ich wieder einen Balkon und dies bedeutet natürlich, dass ich wieder Tomaten züchte. Und falls ihr es schon vergessen habt, in meiner vorletzten Wohnung hab ich fast schon ein bisschen besessen Tomaten gezüchtet.

So oder so mussten für meine hübschen Setzlinge Balkonkästen her, dass Problem dabei: Fast alle Balkonkästen, die man findet sind ziemlich hässlich und teuer. Warum kommen Menschen auf die Idee, dass man sich neonfarbene Ungetümer auf den Balkon stellen möchte? Die einzigen Balkonkästen die recht passabel aussahen waren diese dunkelgrauen und die sind – gelinde gesagt – etwas langweilig.

Eine einfache Möglichkeit um langweilige Dinge zu verzieren sind immer Sticker, Tape oder – die stilvollere Variante – geprägte Etiketten. Und schwusch wirkt etwas interessant. Die Prägeetiketten kann man übrigens mit einem Etikettenprägegerät herstellen. In diesem Fall sind sie nicht nur dekorativ, sondern auch noch nützlich, denn sie zeigen an in welchem Topf welche Pflanze wächst.

0

Nom Nom Galaxy: Mit Robotern im Weltraum Suppen produzieren [Videospielkritik]

Nom Nom Galaxy für die Playstation 4 ist einer dieser Indietitel, von dem gefühlt kein Konsolenspieler etwas gehört hat, bevor es bei Playstation Plus als kostenloses Monatsspiel auftauchte, inklusive mir. Dabei macht es genauso süchtig, wie es knuffig ist.

Das Spiel aus dem Jahr 2015 folgt einer relativ einfachen Handlung: Am Anfang einer jeden Mission landet man auf einem unbekannten Planeten. Auf diesem gilt es Zutaten für Suppen zu finden, Rezepte zu erforschen, Pflanzen anzubauen und fertige Suppen mit Raketen auf andere Planeten zu liefern. Trifft man den Geschmack der Bevölkerung gibt es Punkte. Schafft man es vor seinem Gegner genügend Suppen zu produzieren, so gewinnt man die Mission. Doch Vorsicht ist geboten: den finsteren Gegenspielern ist jedes Mittel recht um den Suppenmarkt zu erobern und so ist man auch nicht vor Angriffen aus dem All geschützt.

Nom Nom Galaxy Ingame-Bild

Nom Nom Galaxy Ingame-Bild. Quelle: playstation.com

Die Spielmechanik erinnert währenddessen an Spiele wie Terraria aus dem Jahr 2011. Mit einer Säge und seinen bloßen Fäusten ausgerüstet buddelt man sich durch die Erde, baut Material für die eigene Suppenfabrik ab und sammelt Zutaten, die überall auf dem Planeten wachsen. Verkompliziert wird der Abbau durch Erdrutsche, Wassereinschlüsse, zurückschlagenden Pflanzen wie den Monstertomaten und der Tatsache, dass man auf fremden Planeten nicht Atmen kann und somit darauf achten muss, dass einem der Sauerstoff nicht ausgeht.

Klar, diese Mechanik fasst im Grunde alle farming Spiele der letzten Jahre zusammen. Im Grunde könnte man sagen, dass es sich um eine Art Minecraft in 2D handelt. Dennoch gibt es ein paar entscheidende Unterschiede, die das Spiel positiv aus einer großen Masse von ähnlichen Spielen hervorhebt.

Terraria mit Spielende

Während es bei vielen Spielen dieser Kategorie mehr oder weniger darum geht endlos weiter Materialien zu sammeln und neue Gebäude zu bauen oder eventuell noch die eigene Ausrüstung zu verbessern, gibt es bei Nom Nom Galaxy jeweils abgeschlossene Level mit einem fest definierten Spielziel. Zum einen steht natürlich die möglichst schnelle Suppenproduktion im Vordergrund, zum anderen versucht man über alle Missionslevel hinweg alle Zutaten und Rezepte zu entdecken.

Zudem gibt es eine sehr gut geregelte Tagesgrenze, die das Spiel zusätzlich erschwert. Nach einigen Minuten endet euer Tag und ein neuer beginnt. Zutaten die bis dahin nicht verwendet wurden, verfallen. Ihr müsst euch also gegen Tagesende bemühen all eure Zutaten schnell zu verwerten. Gerade zu beginn des Spiels unterschätzt man diesen Faktor schnell und verschwendet dadurch wertvolle Lebensmittel, die an anderer Stelle dann fehlen.

Wer die Missionen alleine zu langweilig findet kann im lokalen Kooperations-Modus mit einem Freund zusammen spielen oder sich über das Internet mit Freunden und Fremden zu Spielen treffen. Außerdem bietet das Spiel auch einen „Endlosmodus“, indem man ohne Missionsziel ewig lange Planeten erforschen und neu neue Suppen entdecken kann.

50er-Jahre-Plakatoptik und heitere Fiesta-Musik

Die Grafik besteht aus einem recht hübschen Mix verschiedener Stile. Zum einen findet man ‚klassische‘ Elemente aus anderen mining-Spielen. Die 2D-Grafik, bei der man sich in vier Himmelsrichtungen bewegen kann, die Pixeloptik, die fast schon an Spiele der 80er- und 90er-Jahre erinnert und natürlich die Einfachheit der Umgebung.

Gleichzeitig sehen die Texturen, Textfelder und Detailmodelle eher aus wie Werbeplakate der 50er-Jahre. Verstärkt wird dieser Effekt durch papierartige Texturen, die über die einzelnen Modelle gelegt wurden und natürlich der Farbgebung, die die Farbwelt eben jener Werbeposter aufnimmt. Besonders intensiv sieht man diesen Effekt bei den kleinen Rezeptkarten, die eingeblendet werden, sobald ein neues Rezept gefunden wurde.

Die Musik überzeugt vor allem durch ihre fast vollständige Unauffälligkeit. Sie begleitet den Spieler nebenbei, ohne hektisch oder aufdringlich zu wirken. Nur gegen Ende eines Tages erinnert sie einen eindringlich daran, dass man sich in Sicherheit bringen sollte. Auch bei Angriffen warnt sie einen, sowie sie sich auch bei Erfolgen mit dem Spieler freut. Die kleine Fiesta-Musik, die in diesen Momentan ertönt, wird zu einem freudigen Begleiter.

Kurzweiliges Spiel für vergnügte Stunden zu zweit

Die Optik, die abgeschlossene Musik, der Stille Humor, der Titel und der lokale Kooperations-Modus haben gemeinsam dafür gesorgt, dass ich recht schnell relativ süchtig nach diesem Spiel geworden bin und es mehr oder weniger innerhalb eines Wochenendes mit meinem Freund durchgespielt habe. Es war mal wieder schön ein Spiel zu spielen, bei dem man innerhalb von kurzer Zeit das Ende erreichen kann.

Natürlich gibt es keine wirkliche Handlung, aber für einen vergnügten Spieleabend zu zweit, braucht es nicht immer eine aufwendige Story um gemeinsam Spaß zu haben. Mir hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht und ich kann es euch allen nur sehr ans Herz legen. Ich glaub auch für Paare, bei denen einer nicht unbedingt gerne zockt, ist dies eine gute Möglichkeit um gemeinsam etwas zu spielen.

// Das Spiel ist übrigens auch für den PC erschienen.

0

Leseliste voller Liebe und Fantasie [SaSo]

Ich kann es kaum glauben, aber ich habe meine Lesechallenge für dieses Jahr tatsächlich schon geschafft. Zwölf Bücher in zwölf Monaten waren vielleicht für mich Bücherwurm etwas wenig, aber im letzten Jahr bin ich so gut wie gar nicht zum Lesen gekommen. Gerade habe ich zwei Murakami-Bücher, die ich lese und danach stehen noch gefühlt hundert Bücher auf meiner Leseliste. Unter anderem diese hier:

Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, These Broken Stars, Worlds of Ink and Shadow, The Love That Split the World, Wink Poppy Midnight, Magonia

Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, These Broken Stars, Worlds of Ink and Shadow, The Love That Split the World, Wink Poppy Midnight, Magonia

Die Insel der besonderen Kinder (Trilogie)

Ausgerechnet das erste Buch passt schon nicht zu meinem Artikeltitel. Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children ist ein Mystery-Buch, welches ich schon mehrmals im Laden in der Hand hatte. Jedes mal hatte ich noch zu viele Bücher zu Hause herumliegen und hab es dann doch nicht mitgenommen.

Der Klappentext fast die Handlung wie folgt zusammen:

„Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt…“ (siehe Amazon)

These Broken Stars (Trilogie)

Ist glaub ich noch gar nicht im Deutschen erschienen. Das erste Buch der Fanatasy-Reihe hat mich vor allem durch sein Cover gefangen genommen. Der Klappentext lässt sich in etwa so übersetzen und zusammenfassen:

Es ist eine Nacht wie jede andere an Board der Icarus, bis die Katastrophe eintritt: das Raumschiff wird aus dem Hyperraum hinausgezogen und strandet auf dem nächstgelegenen Planeten. Lilac LaRoux und Tarver Merendsen sind die einzigen Überlebenden auf einem scheinbar vollkommen verlassenen Planeten.

Eventuell könnte mir die Handlung etwas zu kitschig werden, aber eigentlich bin ich immer ein großer Fan von fantastischen Sci-Fi-Geschichten (wie etwa auch den Luna Chroniken).

Worlds of Ink and Shadow

Dieses Buch von Lena Coakley ist erst dieses Jahr erschienen und hat ebenfalls noch keine Deutsche Übersetzung. Das Buch erzählt frei von dem Leben der Brontës Schwestern, die nur in ihren eigenen Geschichten eine Zuflucht von der Welt finden.

The Love That Split the World

Der Roman von Emily Henry gehört wohl momentan zu einem der meistgehypten Bücher bei Instagram. Das Erstlingswerk folgt Natalie in deren Welt immer wieder sonderbare Dinge passieren. Gegenstände wechseln ihre Farbe, die Gärtnerei verschwindet plötzlich und ihr folgt plötzlich die ganze Stadt. Doch das wirklich sonderbarste Ereignis ist ihre Begegnung mit dem Jungen Beau und ihr Versuch ihn zu retten.

Wink Poppy Midnight

Vermutlich eines der Umstrittensten Bücher des Jahres. Viele Kritiker lieben es und eben so viele hassen es. Bisher habe ich einiges über diesen Roman gelesen, der ebenfalls dieses Jahr erschienen ist und den ich ebenfalls aufgrund seines Covers kaufen würde.

Es folgt drei Highschool Schülern, die aus drei verschiedenen Perspektiven die Geschichte erzählen: Die schüchterne Wink, die Highschool-Queen Poppy und der Junge Midnight, der irgendwie zwischen ihnen steht.

Magonia (eine Buchreihe)

Aza ist ein schwaches Kind, welches kaum atmen kann. Als sie eines Tages ein Schiff im Himmel entdeckt tuen ihre Eltern dies als Seiteneffekt ihrer Medikamente ab. Doch bald findet sie sich auf dem Schiff wieder und ist dort nicht nur gesund, sondern beherrscht mächtige Kräfte.


Momentan bereite ich übrigens für euch ein ziemlich cooles Gewinnspiel vor – oder besser gesagt sogar mehrere um das zehnjährige Bestehen meines Blogs zu feiern. :3