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Spring #13: Frauenbilder aus Deutschland und Indien [Review]

Das Spring Illustrationsmagazin von Mairisch geht in seine dreizehnte Runde und erzählt dieses Mal von Frauenbildern, -ideen und -problemen aus Deutschland und Indien. Wie gewohnt gibt es keine Artikel, sondern Comics und Illustrationen.

Das Cover des Spring Magazins Nummer 13 trägt, passend zum Titel The Elephant in the room, einen Elefanten auf dem Cover. Das Magazin ist im Mairisch Verlag erschienen.

Die Idee hinter Spring

Das seit 2004 einmal im Jahr erscheinende Spring Magazin versammelt für jede Ausgabe eine Gruppe verschiedener Illustratorinnen, Storytellerinnen und Zeichnerinnen, die einzeln oder gemeinsam sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. Pro Ausgabe setzt sich das Team mit einer Idee oder einem Thema auseinander. Diese können „Wandlungen“, „Special Places“, „Verbrechen“ oder auch „Wunder“ sein. Immer geht es darum diese mit einem weiblichen Blick zu betrachten.

Spring #13: The Elephant in the room

Für die aktuelle Ausgabe ging es für acht deutsche Zeichnerinnen in die Nähe von Bangalore in eine Schriftstellerresidenz, wo sie auf acht ihrer indischen Kolleginnen trafen. Unter dem Titel „The Elephant in the Room“ beschäftigten sie sich mit Frauenbildern und gängigen Problemen von Frauen. Hierbei ging es weniger um die Frage von Gender Pay Gap, Genderunterschieden und ähnlichem, sondern viel mehr um die kleinen Dinge, die von Frauen erwartet werden und das moderne Frauenbild prägen.

Die Comics und Illustrationen beschäftigen sich daher mit Themen wie:

  • Warum reagiert die Gesellschaft so verwundert, wenn eine Frau keine Kinder haben möchte?
  • Braucht eine Frau einen Mann um glücklich zu sein?
  • Frauen und Karriere im Wandel der Zeit
  • Weibliche Körperbilder
  • Wieso wird von Frauen erwartet, dass sie einen BH tragen und sich komplett rasieren?

Darüber hinaus wird auch immer die Tatsache thematisiert, dass sie alle einen relativ unsicher Kreativjob gewählt haben und egal ob man aus Indien oder Deutschland kommt: Eltern erwarten mehr Sicherheit hinter einem Job, als ihn eine Illustratorinnenstelle scheinbar liefern kann.

Looking Up von Renshu Singh ist ein fein gezeichneter Comic, der ein indisches Leben in Braun- und Blautönen beschreibt.

Der Comic von Reshu Singh spricht über Vorbilder und fragt ob Vorbilder auch falsche Entscheidungen treffen können.

Bei allen Geschichten ist es sehr spannend, dass man sowohl bei der Themenauswahl oder den Zeichnungen nicht immer direkt sehen kann, ob es sich um eine indische oder deutsche Zeichnerin handelt. Viele Fragen scheinen unabhängig von unterschiedlichen Kulturen zu existieren und junge Frauen zu beschäftigen. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Comics die nur auf Grund dieser kulturellen Unterschiede entstehen konnten. Wie zum Beispiel die Geschichte „Looking up“, in der es um eine indische Großmutter geht, die lange das große Vorbild der Zeichnerin war, bis sie realisierte, dass ihre Großmutter eine relativ altmodische Einstellung zu Mädchen hatte und ihre Mutter dazu zu bewegen suchte mehr Kinder zu bekommen, damit sie endlich mindestens einen Sohn hätte.

Töchter ist ein Comic, der Scherenschnitt und Zeichnungen, oder lediglich nur Zeichnungen, die aussehen wie Scherenschnitte, mit der Frage nach dem idealen Beruf für kreative Menschen vermischt. Erzählt wird die Geschichte von Stephanie Wunderlich.

Stephanie Wunderlich spricht in ihrem Comic Töchter über ihre Kindheit, Berufsbilder oder finanzielle Sicherheit.

Oder auch die Geschichte „Töchter“, in der es unter anderem um eine Kindheit während der RAF-Attentate, Schlüsselkinder und die Frage ob ein sicherer Job besser ist als einer, der einen ausfüllt. Geprägt ist die Geschichte dabei vor allem von vielen sehr „Deutschen“ Ereignissen, die so nur ähnlich in anderen Kulturen geschehen konnten.

Es ist spannend zu sehen wie gleich viele weibliche Gesichtspunkte in zwei so unterschiedlichen Kulturen sind.

Illustrationen, Sprachbarrieren und Kooperationen

Die Illustrationen und Comics sind alle sehr, sehr unterschiedlich. Auch hierbei gilt: In vielen Fällen gibt es keinen „Deutschen-“ oder „Indischen“-Stil. Eher fällt in den Comics auf welche Form von Bekleidung die Figuren tragen um das Geschehen schnell einem der Länder zuordnen zu können. Natürlich ist auch Sprache ein fester Indikator für die Herkunft der Geschichten. Diese enthalten entweder Deutsche oder Englische Sprechblasen und zusätzlich Untertitel in der jeweils anderen Sprache.

Für die jeweiligen Illustrationen wurden so ziemlich alle Materialien verwendet, die man sich vorstellen kann. Aquarell-, Öl- und digitale Bilder finden sich in diesem Magazin, ebenso wie Scherenschnitte und Tinte.

Die meisten Themen werden in Form von Comics erzählt, während es zu manchen Ideen mehrere Einzelbilder gibt.

Anpu benutzt für ihren Comic Tusche um über leere Blätter und Katzen zu berichten. Der Comic Trapped von Anpu erzählt in wenigen Worten wie es sich anfühlt als kreativer Mensch auf ein weißes Blatt Papier zu starren.

Etwas Schade finde ich die Tatsache, dass keine der Geschichten in einer Kooperation entstanden zu sein scheint. Jede Zeichnerin erzählt ihren Standpunkt. Zwar in Absprache mit den anderen Illustratorinnen und von diesen inspiriert, dennoch arbeitet jeder an seiner eigenen Idee. Gemeinsam hätten sie sicherlich eine tolle Geschichte entwickeln können, in der sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen. Wie häufig hat man schon die Möglichkeit mit einer Indischen Zeichnerin zusammenzuarbeiten. Natürlich ist durch ihre gemeinsame Arbeit ein kohärentes Werk entstanden – keine Frage –, dennoch fehlt mir, dass sie zumindest ein ein oder zwei Geschichten zusammenarbeiten.

Spring #13: Fazit und Überblick

Alles in allem finde ich das Projekt hinter Spring super spannend. Den weiblichen Blick einzufangen ist keine leichte Aufgabe, gelingt diesen Zeichnerinnen jedoch fantastisch. Auch wenn mir nicht immer der Zeichenstil der Geschichten gefällt, schaffen sie es dennoch allesamt mit verschiedenen ästhetischen und kulturellen Blickwinkeln ein Thema wie role models – der erste Arbeitstitel der Ausgabe – zu betrachten und greifbar zu machen.

Gerade durch die Wahl einer so anders geprägten Kultur wie der indischen und der Auseinandersetzung mit den Erwartungen von modernen Frauen wird klar, dass wir alle gar nicht so verschieden sind und sich unsere Kulturen – ob nun zum Guten oder Schlechten – in vielen Fragen annähern, aber auch Grundfragen sind, die in allen Kulturen entstehen können.

Das sehr gelungene Magazin erscheint am 15. August im Mairisch Verlag.

250 Seiten | Deutsche / Englisch | Broschur | Vierfarbdruck | 20€

Es kann sowohl direkt bei Mairisch, als auch bei Amazon bestellt werden.


Das Magazin wurde mir vom Mairisch Verlag zur Verfügung gestellt. Nein, dies hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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Wenn der Sommer endet: Jugendhorrorbuch zwischen Fantasie und Geistern

Immer wenn der Oktober beginnt und der Sommer zu Ende geht, passieren den Mitgliedern der Familie Morris sonderbare Unfälle. Alice fällt die Treppe herunter, Cara ertrinkt fast im Meer und Sam bricht sich den Arm. Aber das sind nur die harmlosen Unfälle. Die wirklich schlimmen sind es, über die niemand sprechen möchte.

Das Cover von Wenn der Sommer endet von Moira Fowly-Doyle. Auf Deutsch im cbt-Verlag erschienen.

In der Deutschen Fassung wurde das sehr passende Originalcover verwendet. Unter dem Schutzumschlag befindet sich ein türkises Buch mit schlichter, edler weißer Prägung.

Wenn der Sommer endet ist der erste Roman der Französisch-Irischen Autorin Moira Fowley-Doyle. Protagonistin des Romans ist die 17-jährige Cara Morris, der schon allerhand Unfälle in ihrem Leben passiert sind. Doch während jeder in ihrer Familie die „Dunkle Jahreszeit“ als eine Art Familienfluch betrachtet, gegen den man ohnehin nichts ausrichten kann, versucht sie zu ergründen warum diese Unfälle geschehen. Und dann verschwindet auch noch die schüchterne Mitschülerin Elsie und taucht plötzlich auf allen Fotos von Cara auf.

Unfälle passieren, Knochen brechen, Haut reißt, Blutergüsse sprießen.

Was diesen Roman so spannend macht und ihn vor allem von den meisten anderen Horrorgeschichten abhebt, ist die Tatsache, dass man im Laufe der Geschichte nicht genau weiß ob die Familie einfach zufällig in dieser Jahreszeit sehr ungeschickt ist, ob es sich um übernatürliche Ereignisse handelt oder Cara einfach eine blühende Fantasie hat. Ständig scheint sie irgendwo Geister zu sehen oder versucht Ereignisse miteinander in Verbindung zu bringen, die andere Menschen vielleicht einfach als Zufälle wahrnehmen würden.

Dass ihre beste Freundin als „Hexe“ der Schule bezeichnet wird, in ihrer Freizeit Tarotkarten legt und versucht Probleme – nunja – mit Kräutern und Magie zu lösen, tut Caras Einbildungskraft vielleicht auch nicht gut.

Simple Young Adult-Horrorgeschichte mit viel Spannung

Grundsätzlich ist das Buch relativ simpel geschrieben. Einige Formulierungen wiederholen sich viel zu häufig und wirken beim Lesen, als hätte Fowley-Doyle eine Sammlung von Wörtern und Phrasen für mysteriöse Situation erstellt, die sie nun in unterschiedlicher Reihenfolge aneinander reiht. Hierbei darf man jedoch zwei Dinge nicht vergessen: Zum einen handelt es sich um ihren ersten Roman, so dass sie ohnehin einen gewissen Welpenschutz geniest, und zum anderen habe ich nur die übersetze Fassung gelesen, bei der eventuell Formulierungen verändert, angepasst und ausgetauscht wurden. So oder so ließt sich die Deutsche Version an manchen Stellen zu bemüht jugendlich und kommt mit etwas zu wenigen unterschiedlichen Worten aus.

Es scheint, als lebte sie ihr Leben am Rande der Buchseiten. Sobald man die Seiten umgeblättert hat, ist sie vergessen.

Trotz aller sprachlicher Mängel, schafft es Fowley-Doyle jedoch eine sehr spannende Geschichte zu erzählen, die versucht nicht alle gängigen Horrorklischees aufzugreifen. Auch wenn man sich ab und an fragen muss, warum sich die Protagonisten dennoch, gerade wo sie wissen, dass zu dieser Jahreszeit immer Unfälle geschehen, so unvorsichtig verhalten. Wenn ich mir schon beim Durchqueren meines Zimmers Schnittwunden zufüge und meine Mutter daher das ganze Haus in Luftpolsterfolie, Kissen und Teppiche wickelt, dann betrete ich vielleicht nicht unbedingt eine morsche Brücke, ein einsturzgefährdetes Gebäude oder geh auf einem See spazieren. Aber vielleicht gehört es einfach zu einer Horrorgeschichte dazu, dass man den Protagonisten ab und an zurufen möchte: „Geh nicht in die dunkle Gasse, in der alle Menschen umgebracht wurden!“

Was das Buchs so besonders macht – und dafür sorgt, dass ich es gleich noch einmal lesen möchte – ist die Tatsache, dass man die einzelnen Situationen nicht richtig einschätzen kann. Zwar wird Cara, die Protagonistin, als sehr verträumt charakterisiert, dennoch ist es nicht nur sie, der sonderbare Zusammenhänge auffallen oder die mit merkwürdigen Personen in Kontakt tritt. Durch das gleichzeitige Vorhandensein von Geistern und deren gleichzeitige Abwesenheit wird eine Spannung erschaffen, die so nicht in vielen Büchern herrscht. Einziger Wermutstropfen der Handlung: Es musste natürlich eine Liebesgeschichte mit in das Buch gezwängt werden, die so gar nicht zu den restlichen Ereignissen passt. Aber auch dies scheint ein Young Adult-Klischee zu sein, um welches kaum ein Autor drum herum zu kommen scheint.

Abschließend kann ich jedem das Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist ein leichtes Jugendbuch mit einem ordentlichen Schuss Horror und Mystery. Der Schreibstil ist etwas simpel, aber meine Güte es muss ja nicht jeder Autor auf einen Nobelpreis hinarbeiten. Ein spannendes Sommerbuch.

Gebunden Ausgabe oder Kindle-Edition bei Amazon kaufen

Wenn der Sommer endet, Moira Fowley-Doyle, Deutsche Erstauflage: 2016 cbt Verlag, Englisches Original: The Accident Season 2015


Das Buch wurde mir von cbt zur Verfügung gestellt, dies hat nicht meine Meinung beeinflusst.

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6 großartige Gesellschaftsspiele für den Sommer [Sammlungssonntag]

Sommerzeit bedeutet oft auch viel Freizeit, reisen, Urlaub und entspannen. Es ist die Zeit in der weniger los ist und man Zeit hat um sich mit Freunden und der Familie zu treffen. Bei uns bedeutet dies vor allem auch viel Zeit um Gesellschaftsspiele zu spielen, während man im Park, im Garten oder am Strand die Sonne genießt. Daher bekommt ihr heute sechs Empfehlungen für wirklich großartige Gesellschaftsspiele aus verschiedenen Kategorien.

Spiele für den Sommer: Takenoko, Machi Koror, Village, Secret Hitler, Betrayal at house on the Hill und Exploding Kittens.

Fotos von amazon.de und kickstarter.com

Takenoko

2-4 Spieler | ab 8 Jahren | 45-60 Minuten | Brettspiel

Takenoko sieht auf den ersten Blick aus wie ein recht simples Kinderspiel. Der Schein trügt hier jedoch, denn es handelt sich um ein Spiel bei dem es vor allem um strategisches Handeln geht. Im Laufe des Spiels baut man gemeinsam mit den anderen Spielern einen Garten auf, in dem ein Gärtner Bambus wachsen lässt, während ein Panda den Bambus frisst. Wie in so vielen Spielen geht es darum Siegpunkte zu sammeln. Dafür müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden: Bambus essen, Garten in einem bestimmten Muster aufbauen oder eine bestimmte Menge an Bambus wachsen lassen.

Das Spiel lässt sich schnell erklären, ist leicht zu verstehen, aber beinhaltet genug strategische Planung um dieses Spiel für Erwachsene spannend zu machen. Es ist definitiv eines unserer meistegespielten Spiele. Einen besseren Überblick über das Spiel bekommt ihr vielleicht mit Hilfe dieses Videos von mir:

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Machi Koro

2-4 Spieler | ab 8 Jahren | 30 Minuten | Kartenspiel

Machi Koro ist ein wunderbares Kartenspiel, welches an Spiele wie das Siedler von Cartan Kartenspiel erinnert. Ziel des Spiels ist es nach und nach eine Stadt aufzubauen, dadurch Geld zu erwirtschaften um schlussendlich vier Großprojekte zu errichten. Jedes Gebäude, welches innerhalb der Stadt errichtet wird, bringt Geld für den Spieler ein. Die Karten enthalten dabei immer eine aufgedruckte Zahl, die angibt bei welcher Zahl man für ein Gebäude Geld bekommt. Ist man an der Reihe würfelt man, erhält Geld für Gebäude und darf ein neues Gebäude errichten. Dabei entsteht jedes Mal eine komplett andere Stadt.

Das Spiel macht sehr, sehr viel Spaß und kann sowohl zu zweit, zu dritt, als auch zu viert komplett anderes gespielt werden.

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Village

2-4 Spieler | ab 12 Jahren | 60-90 Minuten | Brettspiel

Village ist definitiv das anspruchsvollste Spiel in dieser Sammlung. Innerhalb des Spiels spielt man eine Bauernfamilie in einem Dorf. Man baut Güter an, erlernt eine Ausbildung und kann Handel betreiben. All dies kostet jeweils Wissen, macht, Rohstoffe und vor allem Zeit. Auf einer Zeitleiste wird jeweils getrackt wie viel Zeit man bereits ausgegeben hat. Dabei stirbt immer eines der Familienmitglieder, wenn ein bestimmter Punkt überschritten wird. gerade dies macht das Spiel spannend, denn um das Spiel zu gewinnen muss man seine Familienmitglieder möglichst effizient in verschiedenen Bereichen des Dorfes unterbringen und dort sterben lassen um in die Stadtchronik einzugehen und dadurch Punkte zu erreichen.

Wer keine Lust auf komplizierte Regeln hat, sollte von diesem Spiel definitiv die Regeln lassen. Ansonsten ist es ein wirklich spannendes Spiel, was sehr viel Spaß macht!

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Secret Hitler

5-10 Spieler | ab 10 Jahren | 30 Minuten | Kartenspiel / Social Deduction

Bei diesem Spiel schlüpfen die Spieler in zwei verschiedene Rollen: sie sind liberale Bürger während der 1930er Jahre, die liberale Gesetze umsetzen möchten, oder sie gehören zu den Faschisten und wollen Hitler an die Macht bringen. Zu beginn des Spiels werden die Rollen der Spieler geheim verteilt, so dass niemand sich sicher sein kann, wer mit wem in einem Team ist. Ein Großteil der Spieler ist dabei Liberal, ein kleiner Teil Faschisten und eine Person ist Hitler. Die Faschisten wissen wer Hitler ist, Hitler weiß in den meisten Spielvarianten nicht, wer mit ihm in einem Team ist. Jede Runde gibt es einen zufälligen Präsidenten, der einen Kanzler nominiert, der von allen Spielern gemeinsam gewählt wird, und mit wem er zusammen ein Gesetzt erlassen muss.

Grundsätzlich geht es dabei darum, dass jede Seite die Gesetze ihrer Seite umsetzen muss, ohne recht zu wissen wer mit wem in einem Team ist. Es geht hier, wie in anderen Social Deduction-Spielen (Mafia, Werwölfe) darum seine Mitspieler zu täuschen und dadurch sein eigenes Team zum Sieg zu führen.

Secret Hitler über Kickstarter anfordern oder Print and Play-Version herunterladen.

Betrayal at House on the Hill

3-6 Spieler | ab 12 Jahren | 30-120 Minuten | Brettspiel

In diesem Spiel schlüpft jeder Spieler in die Rolle eines Abenteuers, der ein verfluchtes Horrorhaus gemeinsam mit den anderen Spielern entdeckt. Es wird solange zusammengespielt, bis im Laufe des Spiels eine bestimmte Zahl gewürfelt wird. Danach werden die Spieler in Teams eingeteilt und jedes Team erhält ein anderes Regelheft. Dabei wird aus einer von 50 möglichen Regeln gewählt, die entweder dafür sorgen, dass alle Spieler weiterhin zusammen spielen, alle gegeneinander spielen, es einen Verräter gibt, von denen niemand weiß, wer er ist, es einen offenen Verräter gibt oder es gibt zwei Teams von Spielern.

Dieses Spiel ist super lustig und macht besonders dann Spaß, wenn man Horrorspiele und Rollenspiele mag. Leider gibt es bisher nur eine englische Variante des Spiels. Jedoch sind die Karten gut verständlich .

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Exploding Kittens

2-5 Spieler | ab 7 Jahren | 15 Minuten | Kartenspiel

Dieses sehr, sehr simple Kartenspiel ist unfassbar lustig, sehr leicht zu erlernen und einfach ein witziges Spiel für Zwischendurch. In einen Kartenstapel werden Karten mit Katzen und Bomben drauf gemischt. Zieht ein Spieler eine dieser Karten scheidet er aus dem Spiel aus, außer er besitzt eine der sehr seltenen Entschärfungskarten. Innerhalb des Stapels befinden sich zudem Karten, die den Spielern helfen können. Jedes Mal, wenn ein Spieler an der Reihe ist kann er so viele Karten wie er möchte Spielen, muss jedoch am Ende seiner Runde immer eine Karte vom Stapel ziehen.

Das Spiel ist quasi russisches Roulett mit Katzen und dadurch sehr lustig, hektisch und ein Spaß für jung und alt. Leider gibt es auch dieses Spiel bisher nur auf Englisch, doch auch ohne wirkliche Sprachkenntnisse kann man dieses Spiel spielen. Zusätzlich zum Grundspiel gibt es eine Erweiterung um das Spiel mit bis zu 10 Spielern spielen zu können.

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Jane Eyre: Ein Hörspiel darüber sich selbst treu zu bleiben [Rezension]

Jane Eyre von Charlotte Brontë gehört wohl zu einem der bekanntesten Romane der Welt. Die Geschichte um das Waisenmädchen Jane und ihre unübliche Liebe, den Kampf sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig einen Platz in der Gesellschaft zu finden, ist in vielen Filmen, Büchern und Theaterstücken aufgegriffen worden. Zum 200. Geburtstags Brontës ist nun ein neues Hörspiel erschienen, welches versucht 400 Seiten Buch in vier Stunden zusammenzufassen.

Das Buch Jane von Charlott Bronte als Hörspiel auf drei CD's vom Hörverlag herausgegeben.

Zur Handlung von Jane Eyre

Die in drei Teilen erzählte Geschichte, handelt von Jane Eyre, deren Eltern früh gestorben sind. Zu ihrem vollen Unwillen wächst sie bei der Familie ihres Onkels – Mr. Reed – auf. Von ihrer Tante verachtet und ihren Cousinen und ihrem Cousin getriezt, wächst sie unglücklich und ungeliebt aus. Ihr Leben beginnt sich erst zum positiven zu wenden als sie in das kalte und von strengen Lehrern geführte Internat Lowood geschickt wird. Zwar erlebt sie dort sehr düstere Episoden ihres Lebens, dennoch erfährt sie dort das erste Mal was Freundschaft ist und lernt, dass es nicht ihre Schuld ist, dass ihre Tante sie nicht geliebt hat.

Nach dem Abschluss beginnt sie selbst als Lehrerin zu arbeiten und erhält bald eine Stelle als Gouvernante in einem Privathaushalt bei dem Adelige Mr. Rochester. Schon bald entwickelt Jane Gefühle für den sonderbaren Herrn von Thornfield, den sie weder attraktiv findet, noch als angenehme Person wahrnimmt. Und dennoch ertappt sie sich immer wieder dabei, wie sie ihm heimliche Blicke zuwirft und in Episoden der Eifersucht schwelgt. Auch fragt sie sich ob er für seine kleine, unscheinbare und vollkommen verarmte Hauslehrerin nicht auch mehr empfindet als er ihr verraten möchte.

Schon bald beginnt für Jane eine dritte Episode in ihrem Leben, in der sie zu sich selbst finden muss um der Person, die sie liebt, ebenbürtig gegenüber treten zu können, ohne sich selbst zu verlieren.

Eine gelungene Hörspieladaption

Gerade bei klassischen Romanen, ist es oft eine sehr große Herausforderung die vielen Themen und Ideen in eine gekürzte Fassung zu übertragen, ohne sie vollständig zu verlieren. In den letzten Jahren haben viele Regisseure und Drehbuchautoren dies probiert. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist die neuste Verfilmung mit Michael Fassbender und Mia Wasikowska aus dem Jahre 2011. In zwei Stunden wurde versucht möglichst viel der Stimmung des Buches einzufangen und vor allem durch große Bilder zu untermalen. Sehr zu Lasten von Janes Entwicklung, die eher am Rande stattfindet.

Mit fast vier Stunden Laufzeit hat das Hörspiel von Christian Ohaus, der schon früher Klassiker vertonte, doppelt so viel Zeit um Jane eine Charakter-Entwicklung einzuräumen. Zudem setzt er keinen Ausschließlichen Fokus auf die Thornfield-Episode, wie es so oft geschieht um die Liebesgeschichte vollkommen in den Vordergrund zu rücken, sondern erzählt in jeweils gleich langen Episoden von Janes Kindheit, ihrem Leben bei Mr. Rochester und ihrer Selbstfindung.

Erzählt wird die Geschichte, wie schon der Roman, aus Sicht Jane Eyres, gesprochen von Theaterschauspielerin Sascha Icks. Um eine Atmosphäre zu schaffen, die den Zuhörer direkt ins 19. Jahrhundert versetzt, wird die Erzählung immer wieder mit Posaunen und Percussion untermalt. Außerdem werden die Stimmen der anderen Romanfiguren entweder als klassischer Dialog oder im Hintergrund als Echo erklingende Stimme eingespielt. Dies geschieht vor allem wenn die junge Jane spricht oder die Erzählstimme ein bestimmtes Ereignis noch einmal reflektiert.

Besonders der Stimme von Icks kann man sehr gut folgen. Ihre ausdrucksstarke Stimme belebt die Figur der Jane Eyre und macht aus ihr eine selbstbewusste junge Frau, die lieber auf Liebe verzichtet, als sich selbst zu verraten. Auch Christian Redl überzeugt in seiner Rolle als Mr. Rochester. Die meisten anderen Figuren erscheinen immer eher kurz am Rand oder geben einige der bekannteren Zitate des Romans zum besten. Im Vordergrund bleibt dabei immer wieder Jane Eyre mit ihren Gedanken.

Sehr schönes Hörspiel für ruhige Abende

Ich weiß, dass ich mich in diesem Punkt wiederhole, aber Hörspiele sind einfach eine der besten Möglichkeiten um sich vollkommen zu entspannen. Dieses Hörspiel stellt da keine Ausnahme. Die angenehmen Stimmen der beiden Hauptsprecher und die leise Untermalung mit wenigen Instrumenten, bilden eine sehr harmonische Einheit, der man gut lauschen kann. Gleichzeitig werden alle Hauptthemen des Romans aufgegriffen und gleichsam ausführlich und spannend dargestellt. Damit zeigt dieses Hörspiel, dass es durchaus gelingen kann einen Klassiker ein wenig einzukürzen ohne die wichtigen Themen vollends zu verlieren. Vor allem zeigt dieses Jane Eyre-Hörspiel, dass es in dem Roman von Charlotte Brontë um mehr als nur eine ungleiche Liebe geht, sondern um die Entwicklung einer jungen Frau, die zu sich selbst findet.


Das Hörspiel ist erstmals 2005 als Koproduktion des SR, Deutschland Radio, NDR und Radio Bremen erschienen. Zum 200. Geburtstag von Charlotte Brontë wurde das Hörspiel von dem Hörverlag auf CD und als Download herausgegeben.

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Das Hörspiel wurde mir von Der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dies hat nicht meine Meinung beeinflusst.

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6 Monate – 20 Bücher – 1 Outfit am Rande [Outfitmittwoch]

Auf dem Bild zu sehen, die Bücher, die ich in der ersten Hälfte 2016 geschafft habe. Darunter die Luna Chroniken, ein paar Bücher von Rainbow Rowell & Haruki Murakami und ein paar Young Adult-Romane. Außerdem meine Ballett-Schuhe und meine Fuchstasse, denn was passt besser zu Bücher, als Tee?

Oh ja, ihr werdet vermutlich nie den Tag erleben, an dem ich wirklich wieder ein Outfitfoto an einem Mittwoch poste. Trotzdem kommen viele von euch Mittwochs hier hin. Heute gibt es zumindest am Rande so etwas wie ein Foto eines Outfits. Ich trage mein absolutes Lieblingskleidungsstück dieses Jahres: Einen Faltenrock von H&M. Ich liebe Faltenröcke. Vermutlich, weil sie mich immer etwas an Schuluniformen erinnern und ich als Kind, nachdem ich zunächst zu viele Folgen von Hanny und Nanny gesehen und später zu viele Harry Potter-Bücher gelesen habe, unbedingt eine Uniform tragen wollte. Dazu meine wunderbaren neuen Grinsekatzesocken (Primark), eine Leggings, da es immer noch super kalt ist, (ebenfalls Primark) und meine Ballettschuhe, weil ich damit angeben wollte, dass ich immer noch zum Ballett gehe und damit einen meiner eher aufwendigeren Vorsätze des Jahres einhalte.

Und wenn wir schon bei Vorsätzen sind, können wir auch gleich zu dem Hauptbestandteil dieses Fotos übergehen: Meinen Büchern. Oder eher einem Teil meiner Bücher, nämlich dem Teil, den ich bereits dieses Jahr gelesen habe. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr zwölf Bücher zu lesen, nachdem ich letztes Jahr gerade so auf zehn gekommen bin. Ein Buch pro Monat erschien mir reichlich realistisch. Mittlerweile bin ich bei meinem einundzwanzigsten Buch angekommen. Meine Goodreads-Lesechallange habe ich also kurzerhand auf 45 Bücher aufgestockt – man soll sich ja anspruchsvolle Ziele setzen.

Deteialansicht der Bücher, die ich 2016 bisher gelesen habe. Darunter Südlich der Grenze Westlich der Sonne, The Love that Split the World, die To All the Boys I loved before-Reihe, Ich und Earl und das sterbende Mädchen, Disrupted, einige Werke von Murakami, Der Marsianer und die Luna Chroniken.

Foto: Screenshot von Goodreads „Your 2016 Challenge Books“

Ein genauer Blick auf die Bücher: Young Adult, Murakami und Technik

Naja, so oder so ähnlich ließen sich wohl die Bücher mehr oder weniger zusammenfassen. In chronologischer Reihenfolge habe ich dieses Jahr folgende Bücher gelesen:

Im Durchschnitt habe ich den Büchern knapp vier Sterne gegeben. Entweder bin ich nicht kritisch genug oder die Bücher waren wirklich alle sehr gut. Das müsst ihr jetzt entscheiden.

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Simply the (Papier)Rest: Ein DIY-Buch für Papierfans

Vermutlich jeder Mensch, der regelmäßig mit Papier bastelt kennt sie: Die Papierreste. „Sie lauern in den Schatten, sie ernähren sich von deiner Angst…“, um einmal Danny Phantom herbei zu zitieren. Immer fallen sie bei Bastelprojekten an, immer sind sie zu Schade um weggeworfen zu werden und nicht wirklich ausreichen für beinahe jede do it yourself-Anleitung. Statt einen wirklichen Zweck zu erfüllen, füllen diese Papierreste Schubladen, Kartons, bereits mit Papierresten verzierte Boxen oder sogar ganze Schränke.

Die DIY-Bloggerin Christin Pardun von Pfefferminzgrün kennt genau dieses Problem. Und da sie besonders viele Bastelprojekte erstellt, ist dieser Papierhaufen mittlerweile besonders groß. „Daraus sollte sich doch was basteln lassen.“, dachte sich die Kreativ-Bloggerin und erstellte kurzerhand einen Haufen Bastelanleitungen, die sich genau diesen Papierresten annehmen und aus ihnen Geschenke, Dekorationen und Accessoires zaubern.

Das Cover von Simply the (Papier)Rest, dem Bastelbuch für Papierfans.

In Simply the (Papier)Rest versammelt sie 18 Bastelanleitungen, die in sehr simpler und detaillierter Weise erklären wie man aus Papierresten beispielsweise Umschläge, eine Lampe, Schachteln für Urlaubserinnerungen und Picknickausstattung bastelt. Es ist bereits das zweite Bastelbuch Parduns, welches im EMF Verlag dieses Jahr erschienen ist.

Neben einem Foto des fertigen DIY-Projekts, enthält jede Anleitung einige Detailbilder, die die einzelnen Schritte näher erklären. Zudem sind die einzelnen Schritte wirklich sehr leicht verständlich beschrieben, so dass man die Anleitungen ohne Probleme nachbasteln kann.

Auch Accessoires lassen sich aus Papier basteln. So wie diese Papierkrone.

Auch Accessoires lassen sich aus Papier basteln. So wie diese Papierkrone. Nicht nur ein schönes DIY für Kinder. ;)

Der Schwierigkeitsgrad der Anleitungen ist alles in allem relativ einfach, so dass auch Anfänger die Projekte schnell nachbasteln können. An Materialien werden hauptsächlich Papierreste, Schere und Kleber verwendet. Ist ein Projekt einmal komplizierter und es werden Dinge benötigt, die man vielleicht nicht unbedingt zu Hause hat (eine Lochzange zum Beispiel), so werden potenzielle alternative Werkzeuge genannt, damit man sich nicht nur für ein Bastelprojekt ein Werkzeug kaufen muss, welches man später vielleicht nie wieder verwendet.

Was macht man aus sehr kleinen Papierresten? Geschenkanhänger!

Was macht man aus sehr kleinen Papierresten? Geschenkanhänger!

Ungewöhnliche Materialkombinationen: DIY’s, die um die Ecke denken

Etwas, was dieses Buch definitiv von anderen Papierbastelbüchern abhebt ist – einmal abgesehen auf die Fixierung auf Papierreste – der teilweise sehr ungewöhnliche Materialmix, den man vielleicht gar nicht bei Papierbastelprojekten vermuten würde. So kombiniert Pardun Stoff und Papier oder bringt Papier auf Porzellan auf.

Gerade der Fakt, dass sie die Papierreste nicht verwendet um daraus Karten, Collagen oder Notizbücher zu basteln – die Standard-Anleitungen, wenn man nach DIY-Projekten für Papierreste sucht –, die gut erklärten Anleitungen und das sehr liebevolle Design des Buches, machen dies zu einem sehr schönen DIY-Buch, welches sich wunderbar als Geschenk für Papierliebhaber eignet. Die Fotos sind allesamt sehr hell und harmonieren sehr schön mit dem pasteligen Buchlayout, welches das Buch jung und frisch wirken lässt.

Papier und Holz? Natürlich! Mit Papierresten lässt sich eine einfache Holzkommode schnell in einen Hingucker verwandeln.

Papier und Holz? Natürlich! Mit Papierresten lässt sich eine einfache Holzkommode schnell in einen Hingucker verwandeln.

Ich bin begeistert und freue mich auf viele, viele weitere Bastelprojekte von Christin Pardun. Das Buch könnt ihr übrigens unter anderem bei Amazon kaufen.


Das Buch wurde mir netter Weise vom EMF Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. Dies hat nicht mein Urteil beeinflusst.

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Die neue Pelican Shakespeare-Ausgabe: Eine Sammlung von wundervollen Buchcovern [SaSo]

Kann man Shakespeares-Werke in ein modernes Design kleiden ohne, dass es einen zu großen Bruch gibt? Genau vor dieser Frage stand das Team von Penguin Books, die zum 400. Geburtstag William Shakespeares die sogenannte Pelican-Edition in neuem Glanz erscheinen lassen wollten. Herausgekommen sind bisher zehn sehr bezaubernde, moderne Ausgaben, die um 30 weitere nach und nach erweitert werden.

Ein Teil der Cover der Neuauflage der Shakespeare Pelican-Edition.

Alle Bilder von Penguin Books

Die Cover kombinieren berühmte Motive aus den jeweiligen Geschichten mit kleinen Details für diejenigen, die die Texte bereits kennen. Das Cover für Romeo & Julia wird beispielsweise von zwei Särgen geziert. Auf dem Cover von Was ihr wollt sehen wir Viola in ihrer Doppelrolle und auf dem Cover von Hamlet spukt der Geist von Hamlets Vater. Auf den Rückseiten findet such jeweils ein ergänzendes Bild, welches die Handlung der Vorderseite weiterführt. Auf der Rückseite von Hamlet finden wir zum Beispiel Ophelia.

Designt wurden die neuen Ausgaben von Manuja Waldia, einer recht jungen Designerin, die erst vor kurzem ihr Studium beendet hat. Besonders ihre „An icon a day“-Kategorie gefiel dem Team von Penguin besonders, da sie auch dort mit minimalistischen Mitteln Handlungen und Ereignisse darstellte.

Was haltet ihr von der neuen Ausgabe? Ist sie euch zu modern oder seit ihr genauso verzückt wie ich?

Weitere Informationen zur Pelican Ausgabe findet ihr übrigens auf penguinrandomhouse.com